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Social Games

Von am Sep 22, 2011 in Social Media

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Mit dem Siegeszug der unterschiedlichsten Social Media Plattformen haben auch die Spiel-Industrie von dem neuen Trend erfahren. Aber die Vernetzung von traditionellen Spielen mit Facebook, Twitter und Co. macht aus einem aktzeptablen, klassischen Spiel kein gutes Social Game. Die Fachwelt ist umstritten ob und inwiefern das soziale Leben auch die Spiel-Industrie beeinflusst. Eines ist klar, es braucht neue, innovative Spielideen!

Bei meiner Suche nach Meinungen und Usecases im Bereich Social Games bin ich auf die Aussage von Professor und Spieledesigner Ian Bogost gestossen, der nicht allzu viel von Social Games hält. Vorallem nicht im klassischen Stil. Viele aktuelle Spiele auf sozialen Plattformen wie Facebook, nutzen das Netzwerk lediglich um Daten zusammen, indem der Spieler seine Freunde für neue Upgrades oder Punkte verkauft. In einem Interview mit der Zeit Online auf die Frage wie sich das Feld „Social Games“ in den letzten Jahren verändert hat:

Ian Bogost: Einerseits ist die Branche sich des Problems bewusst geworden, dass diese Spiele uns zwingen, unsere Freunde als Ressource einzusetzen und dass sie uns dazu unter Druck setzen. Andererseits haben wenige Spiele wirklich ihre entsprechenden Praktiken geändert. Sie sind ausgefeilter und komplexer geworden. Meiner Ansicht nach beruhen sie aber immer noch auf denselben Annahmen: Freunde sind auszubeutende Ressourcen, das Spielgeschehen wird durch Zwang strukturiert, und dem Spiel fernzubleiben verursacht Kosten in Form von Nervosität.

Es gibt aber in der Zwischenzeit auch sehr vorbildliche Umsetzungen, welche in der Community auch grossen Erfolg geniessen. as Anfang Juli auf Facebook erschienene CivWorld ist so etwas wie ein Gegenentwurf zu den bislang bekannten Facebook-Spielchen: Gemacht vom legendären Civilization-Designer Sid Meier und dem namhaften Unternehmen Firaxis, ist es der Versuch, das alte Konzept des Aufbaustrategiespiels mit den neuen Möglichkeiten sozialer Netzwerke zu verknüpfen. Nicht mehr der Computer ist der Gegner des Spielers bei seinem Versuch, eine Zivilisation von Jägern und Sammlern bis zur Raumfahrtnation zu entwickeln. Bis zu 200 andere Mitspieler sind die Konkurrenten um Ressourcen und Platz. Wie gehabt, baut jeder Spieler seine eigene Siedlung mit Märkten, Häusern und Viehweiden auf. Das gibt es auch in vielen anderen Facebook-Spielen wie Zyngas Farmville. Nun jedoch wird diese kleine Welt mit der von anderen Spielern vernetzt, die Gegner sind echte Menschen. CivWorld ist ein Spiel, das wie kaum ein anderes bei Facebook auf Interaktion setzt. Allerdings ist die Menüführung so komplex, dass es noch schwierig ist, genügend Mitspieler zu finden.

Riesen Potenzial für Social Marketing

In Anbetracht, dass über die Hälfte aller Facebook-User auch auf der Plattform spielen und davon 19 Prozent von sich behaupten abhängig zu sein, zeigt auf, welches Potenzial in dieser Sparte steckt. Spiele gehören in den Netzwerken zu den meist frequentiersten Inhalte überhaupt, noch vor den Fotos und Profilseiten. So hat zum Beispiel auf Facebook die Fanpage von „Texas HoldEm Poker“ mehr Fans das Netzwerk Facebook selbst. Aber was macht Social Games so erfolgreich und wie kann man diesen Trend für seine eigene Kampagne nutzen?

Einer der wichtigsten Aspekte ist die Komplexität. Ein Spiel, egal ob es sich dabei um ein Brettspiel, ein Spiel für die Konsole oder ein Social Game handelt, darf für den Spieler nicht komplex wirken. Es darf bestimmt im Hintergrund eine bestimmte Komplexität aufweisen, diese sollte jedoch dem Spieler, zumindenst am Anfang, noch verborgen bleiben. Martin Szugat definierte Social Games als eine Kombination aus „Social Context“ und „Casual Games“. Man nehme also etwas altbewährtes und reichert es mit sozialen Komponenten an. Die Eintrittsbarrieren für potenzielle Spieler sind entsprechend tief! Trotzdem ist die Grundlage eines erfolgreichen Social Games nicht so trivial. Auf folgende Aspekte sollte man acht geben:

Google+ im Vormarsch

Eine Entwicklung der Social Games, die auch Google erkannt hat. In seinem Netzwerk Google+ gibt es seit kurzem ebenfalls einen Bereich für Spiele, die Angebote sind ähnlich sozial angelegt wie auf Facebook. Dass sich zwischen beiden Plattformen eine Konkurrenz entwickelt, zeigen beispielsweise die Preise. Facebook behält von dem Umsatz, den die Spielefirmen in dem Netzwerk machen, 30 Prozent. Google bietet Entwicklern derzeit wohl einen Einstiegspreis von nur fünf Prozent an und hat angekündigt, auch künftig unter der Marge Facebooks zu bleiben.

Facebook also braucht überzeugende Antworten, um weiter so viele Menschen auf seinen Servern zu binden. Qualität bei den Spielen wäre eine.


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