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Mit dem Womo durch Süd-Schweden

Von am Aug 23, 2014 in Unterwegs

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Zwischen dem 25. Juli – 18. August hatten wir das überaus grosse Vergnügen mit unserem Womo kreuz und quer durch Süd-Schweden zu schippern. Neben dem tollen Land und dessen zum Teil unberührte Landschaft, genossen wir das aussergewöhnliche Wetter. Der Sommer 2014 gehörte zu den heissesten der letzten 100 Jahre in Schweden. Während Mittel-Europa im Regen versank, genoss man in Skandinavien Temperaturen bis zu 30 Grad! Aber nun zur Reise.

 

Kopenhagen

Da wir unser Womo erst in Stockholm in Empfang nehmen, starten wir zuerst auf Schienen. Mit dem CNL (City-Night-Line) der Deutschen Bahn starten wir am Freitagabend mit dem Ziel „Kopenhagen“. Die Fahrt mit dem Zug war sehr relaxed. Picknick dabei, etwas zu lesen und die Zeit verging wie im Flug. Geschlafen wurde in einem 2-er-Abteil mit Bett und Lavabo. Preislich war die Fahrt sehr attraktiv, so profitierten wir vom Europa-Spezial (www.bahn.de) der Deutschen Bahn.

Ich liebe Kopenhagen, das weiss ich jetzt nach dem Besuch. Natürlich wurde das Erlebnis unterstützt durch das traumhafte Wetter. Für alle die nach Kopenhagen reisen, empfehle ich folgende Punkte:

 

Stockholm

Nach einigen Tagen in der Hauptstadt Dänemarks geht unsere Reise weiter Richtung Norden ins Nachbarland Schweden. Mit dem Hochgeschwindigkeitszug X 2000 gelangt man in ungefährt 4,5 Stunden von Kopenhagen nach Stockholm. Da die Bahngesellschaft Schwierigkeiten mit dem Zug hatte und sich so unsere Abfahrt verzögert, dürfen wir als Entschädigung die Reise in der ersten Klasse verbringen. Auch nicht schlecht!

In Stockholm angekommen machen wir uns direkt auf zum Womo-Standplatz Långholmen wo unser Womo für die nächsten Wochen bereits auf uns wartet. Sonst können wir über Stockholm leider nicht mehr berichten, da wir uns entschieden haben, die Stadt auszulassen und gleich mit unserer Tour nach Norden zu starten. Heisst aber nicht, dass Stockholm keinen Besuch wert ist. Wir haben nur gerade nach Kopenhagen die Stadt-Flucht.

 

Road-Trip

Unsere Reise führt uns von Stockholm aus Richtung Norden zum Siljan-See. Unterwegs machen wir aber auf dem Camping-Platz von Daniel und Pascale (www.schwedenpause.ch) halt und werden sehr herzlich begrüsst. Das Wetter ist atemberaubend schön, Sonne pur und warme Temperaturen. Auf dem Platz mit Blick direkt auf den Färnebofjärden geniessen wir ein paar ruhige Tage.

Blick auf den Färnebofjärden

Weiter geht es zum Siljan-See, welcher anscheinend so blau sein sollte wie die Augen der Schwedischen Schönheiten. Bei unserer Ankunft ist er eher braun. Vermutlich aufgrund der warmen Temperaturen und ausfallenden Regengüsse. Trotzdem ist der See wunderschön in die Lanschaft gebettet. Bei einem Besuch können wir allen die Insel Sollerön empfehlen. Hier finden wir diverse Stellen, um mit dem Womo in der Einsamkeit wild zu Campen und die Natur zu geniessen.

Nach vielen Stunden auf der Strasse und an einsamen Stränden der vielen kleinen Seen in Schweden, getrauen wir uns in die Richtung des „Massentourismus“, wenn man diesen in Schweden überhaupt so nennen kann. Wir besuchen den Björnpark in Orsa Grönklitt. In dem Park mit riesigen, in den Wald eingebetteten Gehegen, kann man jegliche Arten von Björns (Bären) beobachten. Unbedingt ein Besuch wert.

Weiter geht es langsam Richtung Süden an der Schweden-Norwegischen Grenze entlang. Unsere nächste nennenswerte Station ist der Camping Fish’n’Camp bei Grums (www.fishncamp.se). Nach einigen wilden Nächsten (also Wild-Camping), wird es langsam wieder Zeit für eine richtige Dusche.

Schwedischer Elch

Einen Besuch in einem Elch-Park darf in Schweden natürlich ebenfalls nicht fehlen. Diese befinden sich überall in Schweden verteilt. Obowohl in Schweden eine regelrechte Elch-Plage herrscht (300’000 Elche, davon werden jährlich 100’000 geschossen um den Bestand zu halten), können wir keinen Elch in der freien Natur finden.

 

Göteborg

Die grösste Stadt der Westküste Schwedens wollen wir uns ebenfalls nicht entgehen lassen. Auf dem Lisebergs Ställplats Skatås kann man sein Womo für SEK 240 für 24h parken (inkl. Strom und Entsorgungsstation) und ist lediglich wenige Minuten vom Stadtzentrum entfernt.

Göteborg ist nicht ganz so gross wie Kopenhagen oder Stockholm aber auch einen Besuch wert. Auch hier verschafften wir uns mittels Schiffrundfahrt einen Überblick.

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Rückreise

Rund um Götebord sind die Schären-Inseln sehr zu empfehlen, falls es jemand an Meer zieht. Wir merken jedoch, dass je südlicher man in Schweden kommt, je mehr Touristen sind unterwegs. Dies schlägt sich nieder in sehr grossen und trotzdem masslos überfüllten Campings und sehr vielen Womos, welche sich auf den bekannten Stellplätzen aufhalten. Nach Tagen an der Westküste entschliessen wir uns zur Ostküste zu wechseln. Dort empfangen uns auf Höhe von Åhus menschenleere Sandstrände an der Ostsee bei sonnigem Wetter.

Vor der Rückreise besuchen wir noch Wallanders Ystad und Trelleborg bevor wir mit der Fähre und einigen Windhosen die Rückreise in die Schweiz antreten.

Windhosen in Trelleborg

 

Fazit

Schweden ist ein traumhaft schönes Land mit einer Flora und Fauna, welche grossteils noch unberührt ist. Die Menschen sind zuvorkommend und sehr freundlich, man ist überall willkommen. Aufgrund der guten Verkehrsinfrastruktur ist das Land ideal für Entdeckungsreisen mit dem Womo. Uns hat jedoch Schweden besser gefallen, je weiter man Richtung Norden fährt. Südschweden ist bereits sehr touristisch, obwohl man noch weit von Bedingungen wie z.B. Italien oder Spanien entfernt ist. Wer Ruhe und Natur sucht, fährt am besten so weit wie möglich nach Norden 🙂

In diesem Sinne: Hej då

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